PM: Kampagnenstart Social Center for All! Leipzig

Für ein selbstverwaltetes soziales Zentrum in Leipzig

Am Montag, dem 16. November 2015 startet das Bündnis Social Center for all! seine Kampagne zur Gründung eines selbstverwalteten sozialen Zentrums in Leipzig. Social Center for All! ist ein Bündnis aus Geflüchteten, antirassistischen Initiativen, sowie weiteren Unterstützer*innen, die angesichts der gegenwärtig stattfindenden humanitären Notlage einen Ort schaffen werden, der auch als Schutzraum für Menschen mit Fluchtbiographie genutzt werden kann. Ziel ist es, ein Zentrum des Austausches, der politischen sowie gesellschaftlichen Teilhabe und der gemeinsamen Arbeit von Personen zu schaffen, die von sozialen Ungleichheiten betroffen sind.

Anhand des Umgangs mit Asyl suchenden Personen werden die ausgrenzende Politik und Gesetzeslage erneut deutlich, die bereits Homoehen verunmöglicht, arbeitslosen Personen eine faktische Residenzpflicht auferlegt und erschwinglichen Wohnraum immer mehr verknappt, um Mieten in die Höhe zu treiben.

Geflüchtete Menschen werden in Leipzig in Messe- und Turnhallen an den Stadtrand verdrängt und isoliert. Als Reaktion auf diese skandalöse Unterbringungssituation von geflüchteten Menschen und die menschenunwürdigen Verschärfungen des Asylrechts in der Bundesrepublik wird mit einem selbstverwalteten Ort ein Zeichen gegen die zunehmende Entrechtung und Entmenschlichung von geflüchteten Menschen und die repressive Landes- und Bundespolitik gesetzt.

Pressesprecherin Noa König sagt:
“Das Soziale Zentrum wird kein selbstverwaltetes Lager sein, sondern ein Ort, in dem wir unsere politischen Anliegen organisieren und für uns sprechen können, fernab von jeglicher Verwaltung durch Behörden und Wachdienste!”
Sie ergänzt: „Viele Initiativen in der Stadt Leipzig haben keine Lust weiterhin tatenlos dabei zuzusehen, wie geflüchteten Menschen systematisch die Möglichkeit genommen wird selbstbestimmt für ihre Rechte zu kämpfen. Mit einem Sozialen Zentrum werden Räume geschaffen, in denen Begegnung und Austausch auf Augenhöhe stattfinden kann. Wir brauchen einen Ort, an dem wir unsere Aktivitäten bündeln können!”

Das Zentrum soll viele Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen erreichen, vorallem diejenigen, die von sozialen Ungleichheiten betroffen sind. So werden Räume geschaffen, in denen sich alle mit ihren Ideen und ihrem Potential einbringen können. Noa König dazu: “Deshalb rufen wir verschiedene Akteur*innen aktivistischer und zivilgesellschaftlicher Strukturen auf, sich in einem kreativen, offenen Prozess an der Planung des Zentrums zu beteiligen.”

Am Donnerstag, dem 19. November wird ab 12:30 Uhr vor dem Leipziger Rathaus ein Utopie Workshop stattfinden, bei dem allen Menschen die Möglichkeit gegeben wird sich durch Ideen und Wünsche in das zukünftige Zentrum einzubringen. Parallel zur Sitzung des Leipziger Stadtrates wird der Forderung an die Stadt öffentlicher Nachdruck verliehen. Noa König dazu “Alles was wir zunächst brauchen, um dieses Soziale Zentrum einzurichten, ist der Schlüssel für eine Eingangstür eines geeigneten Objektes. Schafft mit uns einen Ort der Solidarität, des gleichberechtigten Austauschs und damit einen Ort, der für alle Menschen offen ist, die sonst in der Gesellschaft an den Rand gedrängt werden.“

 

Social Center for All! Leipzig

Alle Informationen zur Kampagne und zum Utopie Workshop finden sich im Internet auf socialcenter-leipzig.de.

Kontakt:
Pressesprecherin Noa König
Tel.: +4916099647334

Website: socialcenter-leipzig.de
Mail: socialcenter-leipzig@posteo.de
Facebook: https://www.facebook.com/Social-Center-Leipzig-532699406883172/
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